Switzerland Sightseeing Teil 1 – Bern, Interlaken, Luzern

Warum in die Ferne reisen, wenn das Schöne doch so nah ist. So oder so ungefähr könnte das Motto für die Switzerland Sightseeing Serie heissen, deren ersten Teil

ich euch hier vorstellen möchte. Wir haben uns aufgemacht nach Bern, in die schöne Hauptstadt.

Bern

Mit seinen 131’000 Einwohnern ist Bern keine typische Hauptstadt, mal Vaduz ausser Acht gelassen 🙂 Dennoch kann Bern mit seinem Charme in der Top-League mitspielen und stellt meiner Meinung nach Städt wie London oder Berlin weit in den Hintergrund.

Das Tolle an Bern ist die Gemütlichkeit, die einen gleich in ein angenehmes Urlaubsfeeling versetzt. Entschleunigend wirkt die tolle Altstadt mit ihren Kellerläden. Diese müsst ihr unbedingt besuchen, wenn ihr in Bern seid. Entlang der Strasse gibt es unzählige kleine Shops, die sich in den Kellern der Stadt eingenistet haben. Auch das ein oder andere herzige Café befindet sich dort unten.

Wir sind gleich zuerst zum Bärengraben gelaufen. Dorthin gelangt ihr, wenn ihr die Altstadt runterlauft, direkt hinter der Brücke, die über die Aare führt. Es war das erste Mal, dass ich tatsächlich die Bären dort gesehen habe. Bei den letzten Malen wurde der Graben saniert bzw. es war Winter und die Bären sind dann…….im Zoo? Auf Reise? Eigentlich habe ich keine Ahnung, wo die Bären sind, wenn sie nicht im Bärengraben sind.

Aber checkt doch die Website des Tierparks Bern vorher, denn dort findet ihr Angaben dazu, ob es sich lohnt die 100 m extra zu laufen 😉

Neben dem Bärengraben kann man natürlich auch ganz toll in Bern shoppen. Mein Lieblingsladen ist das Kaufhaus LOEB. Dies ist übrigens ein beliebter Treffpunkt in Bern, die sogenannte Loebegge. Und tatsächlich treffen wir dort auch einen Kumpel. Loebegge sei Dank.

Restauranttipps Bern

Hier könnte ich euch eine ganze Reihe Tipps geben. Ich beschränke mich mal auf drei gute Restaurants / Cafés.

Restaurant Verdi

Ich liebe dieses Lokal. Man isst dort in einem alten Gewölbekeller in einem einzigartigen Ambiente. Neben leckeren, natürlich italienisch angehauchten Speisen, fällt hier die ausserordentlich gute Weinauswahl auf. Ich kann hier alles empfehlen, was weissen Trüffel mit sich bringt. Lecker!!!

Achso, unbedingt vorher reservieren. Der Laden ist zwar nicht klein, aber auch entsprechend gut besucht.

Das Verdi befindet sich direkt in der Altstadt, praktisch nicht zu verfehlen.

Restaurant Altes Tramdepot

Tolles Ambiente in einer alten Tramhalle. Entsprechend bietet das Tramdepot ca. 500 Sitzplätze. Es ist daher ziemlich laut. Aber: Es ist eine Brauerei und wenn ihr ein gutes lokales Bier trinken wollt, dann ist das der Place to be.

Hier gibt es eine gut bürgerliche Küche und der Laden ist perfekt, um sich für die nächste Sightseeing Switzerland Tour zu stärken *g*

Das Tramdepot befindet sich direkt am Bärengraben.

Einstein Kaffee und Rauchsalon

Was wäre ein Bernbesuch ohne einen Besuch im Einsteinhaus. Dort gibt es mittlerweile ein herziges Café, das leckere Speisen anbietet. Nicht nur Kaffee und Kuchen, sondern auch leckere vegetarische Gerichte. Man sitzt sehr gemütlich dort und kann je nachdem noch das Geschehen in der Altstadt beobachten.

Natürlich sollte man sich auch das Museum noch kurz antun 🙂

Das Café liegt ebenfalls direkt in der Altstadt.

Thun, Interlaken und Meiringen

Es gibt viele Möglichkeiten, von Bern wieder zurück nach Chur zu fahren. Auf einer möglichen Strecke liegen die Städte Thun und Interlaken. Wir entscheiden uns auf unserer Sightseeing Switzerland Tour, diese Route einzuschlagen.

In Thun haben wir uns nur das Schloss angesehen, das über der Stadt thront. Von hier oben aus hat man einen schönen Blick ins Tal und auf die Stadt. Aufgefallen ist mir die Ruhe hier oben. Man kann auf vielen Aussichtspunkten entspannen und die Seele baumeln lassen.

Die Innenstadt liegt direkt an der Aare, was einem ein tolles Flair bietet. Viele kleine Cafés laden zum Verweilen ein. Wir beschlossen uns dennoch, hier nicht zu verweilen und fuhren mal weiter nach Interlaken.

Interlaken

Die Anfahrt ansich ist schon atemberaubend schön. Entlang des Thunersees geht es die Strasse durch Wälder und viele Tunnel Richtung Interlaken. Es gibt entlang der Strecke einige View Points, sodass man gemütlich die tolle Landschaft in Bild und Ton festhalten kann. Teilweise taten wir dies, wie ihr in der Bildergalerie unten sehen könnt.

Interlaken liegt zwischen dem Thunersee und dem Brienzersee. Mit seinen 5’500 Einwohnern gleicht es eher einem grösseren Dorf, als einer Stadt. Alles in allem eine herzige kleine Stadt, mit vielen kleinen Geschäften und gefühlten 1’000 Souvenirshops. Trotz Nebensaison sind die Strassen gefüllt mit Menschen. Menschen, die von überall her kommen. Aus Chur, aber auch aus Tokyo, Mumbai und Abu Dhabi. Viele der Geschäfte haben ihre Werbung ausschliesslich auf arabisch (?). Why? Die meisten Geschäfte, die Ausflüge anbieten halten ihre Werbung sogar in Mandarin, Japanisch und Englisch. In manchen Seitenstrassen fühlt man sich tatsächlich wie in Asien.

Dennoch erinnert der Altstadtkern an eine idyllische, kleine schweizer Stadt. Wir geniessen die Sonnenstrahlen und finden ein gutes Café und Restaurant gleich neben dem Grand Resort Victoria Jungfrau. Von dort aus kann man wunderbar die Chinesen beobachten, die einen Tandemflug gebucht haben und gleich mit dem Gleitschirm zu Boden stürzen. Amüsant! *g*

Meiringen

Auf unserem Weg zurück nach Chur machen wir noch einen kurzen Stop in Meiringen. Dieses kleine Örtchen ist bekannt für die Aare-Schlucht. Schaut euch die Öffnungeszeiten auf der Website an. Wir sind dort nicht hin, stattdessen haben wir aber einen Wasserfall entdeckt.

Es muss sicher nicht erwähnt werden, dass man im Berner Oberland vorzüglich wandern kann. Das Wanderwegnetz hier ist riesig, was die Gegend natürlich im Sommer sehr attraktiv macht. Hier werden noch ein paar Sonnenstrahlen getankt und dann geht es ab über den Berg Richtung Zürich.

Luzern

Hier legen wir nur einen kurzen Stopp ein und essen zu Nacht. Natürlich darf ein Gang über die Kapellbrücke nicht fehlen. Das Wahrzeichen der Stadt ist eine über 200 m lange Brücke, die Alt- und Neustadt miteinander verbindet. Solltet ihr also unbedingt besuchen, wenn ihr mal in Luzern seid. 1993 ist diese Brücke übrigens abgebrannt, wodurch leider der Grossteil der alten Gemälde zerstört wurden, die sich in den Giebeln befanden.

Genug Kultur, wir suchen den nächsten Japaner und essen unser zNacht. Bei Negishi Sushi werden wir fündig. Direkt neben dem Bahnhof gelegen, essen wir eine leckere Sushiplatte. Man sitzt hier sehr gemütlich im ersten Stock und kann die Leute auf der Strasse von oben beobachten 🙂

Wenn ihr in Luzern unterwegs seid, solltet ihr unbedingt mit der Zahnradbahn hoch auf den Pilatus fahren. Diese startet in Alpnachstad, was nur ein paar Minuten von Luzern entfernt ist.