Chur Montalin – Fortgeschrittene Wanderung

Die Wanderung zum Montalin ist eine wunderschöne Wanderung, die einiges an Kondition und Ausdauer erfordert. Dafür werdet ihr mit atemberaubenden Aussichten auf das Churer Rheintal und auf Chur selbst belohnt. Und zwar so gut wie den ganzen Weg entlang. Diese Wanderung startet ihr am besten direkt am Bahnhof Chur. Dort lauft ihr Richtung Fürstenwald / Kleinwaldegg und folgt den Hinweisschildern Richtung Rot Platte / Mittenberg. Meine Empfehlung ist, dass ihr den Mittenberg hochlauft, da die Strecke Richtung Rot Platte öfter mal gesperrt ist wegen Felssturz.

Zum Montalin über Fürhörnli

Auf dem Mittenberg angekommen mache ich die erste Pause und geniesse die Aussicht auf Chur. Hier oben gibt es eine tolle Grillstelle und auch einen Brunnen, zum Nachladen 🙂

Anschliessend geht es weiter Richtung Fürhörnli. Man passiert saftig grüne Wiesen und läuft einen wundervollen Bergweg entlang, der sich den Hang hochschlängelt zum Fürhörnli. Der Aufstieg ist steil und anstrengend, aber das Gefühl nachher umso toller, wenn man auf dem Gipfel angekommen ist. Die Aussicht ist fantastisch. Man sieht auf Chur runter, bis nach Domat/Ems und weiter das Tal entlang. Rechter Hand sieht man das Rheintal entlang. Ab hier ist die Beschilderung aplin, das heisst blau-weiss. Ihr solltet wirklich entsprechendes Schuhwerk anhaben.

Der Weg geht nun weiter bergauf Richtung Monatlin. Etwas über die Hälfte habt ihr jetzt bereits geschafft. Ab hier sieht man vor allem in den Morgen- und Nachmittagsstunden Steinböcke. Haltet also auf jeden Fall eure Kamera parat. Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass man sie im Sommer ganz oben am Montalin entdeckt.

Nach gemütlichen 5-6 Stunden Wandern, erreicht man den Gipfel des Montalin. Dieser ist mit einer sensationellen Wiese bedeckt, die dazu einlädt die Wanderschuhe loszuwerden und zu entspannen. Irgendwo habe ich euch mal den Tipp gegeben, keinesfalls unterwegs die Schuhe auszuziehen. Der Montalin ist hier wirklich die Ausnahme.

Entspannen und die Aussicht geniessen

Also Schuhe aus hier und dann kann man es sich auf der grünen Wiese bequem machen und die Aussicht auf Chur geniessen. Von hier aus sieht man auch alle bekannten Gipfel der Umgebung, den Calanda, den Falknis, Pizol, Dreibündenstein, das Churer Joch und wie sie alle heissen.

Die Aussicht hier oben ist top.

Hat man genug Eindrücke getankt, gibt es nun zwei Möglichkeiten zurückzukehren. Eine Lieblingsstrecke habe ich nicht, es sind beide Möglichkeiten super.

Die eine Möglichkeit führt euch über Says runter nach Trimmis. Von dort aus sind es noch ein paar flache Kilometer bis zurück in den Fürstenwald. Eine tolle Strecke, vorbei an einigen Bauernhöfen und Quellen, bis ihr auf der Bergstrasse runterlaufen könnt.

Abstieg nach Calfreisen

Die zweite Möglichkeit ist, den Berg auf der anderen Seite Richtung Calfreisen runterzulaufen. Ich mache meist das. Der Abstieg ist dort konstant steil und man läuft über Weiden und Wiesen runter bis auf ca. 1200 m. In Calfreisen angekommen, gibt es eine Postautohaltestelle. Der Bus fährt ca. einmal pro Stunde nach Chur zum Bahnhof. Da ich meistens aus der Stadt aus starte, bin ich nun schon am Ziel angekommen.

Alle anderen müssen nochmal den Weg hoch zum Fürstenwald auf sich nehmen. Bus 2 und 4 (Kleinwaldegg) bringen euch aber auch dorthin und so könnt ihr bereits ab Calfreisen mit dem Entspannen beginnen.

Infos zur Tour

  • Anfahrt: Chur Bahnhof, über Fürstenwald oder Kleinwaldegg, alternativ Postauto nach Maladers (kürzere Tour)
  • Wanderdistanz: 17.47 km
  • Wanderzeit: 10:22 h (mit Fotos machen und Pausen)
  • Höhenmeter Aufstieg: 1701 m
  • Höhenmeter Abstieg: 1230 m
  • Schwierigkeitsgrad: Schwer, gute Kondition erforderlich
  • Anforderungen: Festes Schuhwerk, schwindelfrei

Fazit

Die Wanderung zum Montalin ist eine meiner Lieblingswanderungen. Zugleich aber auch eine der anstrengendsten. Die Belohnung ist dafür entsprechend gross. Nicht nur die Aussicht, sondern auch der Muskelkater in den folgenden Tagen geben einem Grund zur Zufriedenheit 🙂