4 Jahre waren wir nicht mehr hier (2015 das letzte Mal), in einer der schönsten Hauptstädte der Welt. Schöner als Berlin ist nur noch

Vaduz im Fürstentum Liechtenstein 🙂 Aber Spass beiseite, denn wir machten uns an einem wunderbaren Mittwochmorgen auf nach Zürich, um Etja und Yeji in Berlin zu besuchen.

Anreise ZRH – TXL

Die Zugfahrt war schon mehr als abenteuerlich. Prinzipiell kannst du nicht viel falsch machen, wenn du von Chur nach Zürich Flughafen fährst. Einmal umsteigen am Bahnhof Züri und schon sind es nur noch 10 Minuten bis zum Check-In. Es sei denn, du nimmst den Zug nach Flughafen Genf. Dann fährst du erstmal eine ganze Stunde nach Bern. Dort musst du dann umsteigen in den Zug zurück nach Zürich und dann fängt das Spiel wieder von vorne an. Zeitverlust 2.5 Stunden, aber eine super Strecke mit toller Natur.

Endlich am Flughafen Zürich angekommen mussten wir nun wenigstens nicht solange warten. Nach einem leckeren Mittagessen ging es dann auch schon los gen Berlin.

Wir sind dieses Mal am Prenzlauer Berg, in einem Apartment im industrial Style. Ziemlich cool, mit Betonboden und Wänden, wo ab und an die Steine noch rausschauen. Sieht super aus, ist nicht ganz kindertauglich, aber wir haben uns wohlgefühlt.

Dieses Mal haben wir nicht die typische Sightseeing Route gemacht. Aber ein paar Highlights möchte ich dir dennoch nicht vorenthalten.

Prenzlauer Berg

Diese Gegend ist super für Familien. Es gibt verkehrsberuhigte Zonen und total viele Spielplätze. Hier kannst du zwischendrin deinen Kids immer mal eine Auszeit vom sonst strengen Sightseeing- und Shoppingalltag bieten.
Allen voran gibt es ein lässiges Kindercafé, namens “Das Spielzimmer”. In gesicherten Bereichen können sich die Kids dort austoben, während die Eltern gemütlich bei einer Tasse Kaffee zusammensitzen.

Samstags waren wir auf dem Wochenmarkt am Kollwitzplatz, wo wir eine köstliche Berliner Currywurst gegessen haben, an einem Stand, der bereits seit fast 20 Jahren auf diesem Markt ist. Die Currywürste in Berlin finde ich speziell lecker, da sie meist ohne Darm serviert werden. Direkt nebenan gibt es wieder einen grossen Spielplatz. Praktisch!

DDR-Museum

Nachdem wir an meinem Geburtstag, dem 14.10. (141080.com) in einem georgischen Restaurant einen gesunden und leckeren Brunch genossen haben, sind wir auf zum DDR-Museum. Dieses liegt in der Nähe des Reichstags und ist definitiv eine der top Touristenattraktionen.

Getreu nach dem Motto “Geschichte zum Anfassen”, kannst du hier tatsächlich alltägliche Dinge in die Hand nehmen und begutachten. Beispielsweise Zeitschriften und Magazine aus der DDR oder du kannst dich in einen Trabi setzen und das Fahrgefühl bei einem Computerspiel austesten. Weiterhin gibt es ein Kindergartenzimmer, das deinen Kids zum Spielen zur Verfügung steht. Die Spielsachen sind dort meist aus Holz, absolut robust und daher unkaputtbar. Spannend dort sind zum Beispiel die Tagespläne der Kinder, die im Viertelstundentakt genau durchgeplant sind.

Darüber hinaus gibt es noch eine komplett eingerichtete Plattenbauwohnung. Du kannst dort die Schränke öffnen und viele alltägliche Gegenstände bestaunen. Das DDR-Museum ist die grösste DDR-Sammlung und -Ausstellung in Berlin. Es ist keine militärische Ausstellung, dieser Teil wird quasi nur “nebenbei” erläutert. Hauptsächlich geht es um das Leben in der DDR.

Die Preise sind sehr moderat und fair. Check mal Google dafür und besuche das DDR-Museum bei deinem nächsten Berlin-Besuch.

Markthalle Neun

Die Markthalle 9 ist eine hippe und grosse Markthalle in Kreuzberg. Es gibt unzählige Stände, die verschiedene Köstlichkeiten anbieten. Ausser im Supermarkt, im Zentrum der Halle, gibt es hier lokale Sachen, von Gemüse und Obst über hausgemachtes Glacé (Eis) bis zu Sushi und marrokanischem Kaffee…Mooooment. Soviel zum Genuss lokaler Delikatessen. Kulinarisch ist die Markthalle Neun top und du solltest einen Abstecher nach Kreuzberg einplanen. Es lohnt sich.

Berlin Zoo

Dies war eines der Highlights. Der Berliner Zoo ist sicher nicht der grösste Zoo Deutschlands. Mit knapp 1300 Tierarten allerdings der artenreichste der ganzen Welt. Tiptop: Du musst nicht viel laufen und siehst eine ganze Menge unterschiedlicher Tiere. Also los.

Wir haben uns einen Sonntag bei absolut super Wetter ausgesucht. Der ideale Tag, damit man im Zoo nicht alleine ist 🙂

So standen wir zwar eine Weile an, konnten aber dann Dank einer netten Mitarbeiterin an der langen Schlange vorbei und im Service-Center unsere Tickets kaufen. Dankeschööön! Das hat uns Zeit gespart.

Der Zoo selbst ist top gepflegt. Wir haben extrem viele Tiere gesehen und waren natürlich bei den berühmten Pandas. Diese sind einzigartig in Deutschland. Sie haben gerade Nachwuchs bekommen, aber den konnte man leider nicht sehen. Das riesige Aquarium rundete den Besuch im Zoo ab und so hatten nicht nur unsere Kids einen spannenden und interessanten Erkundungstag gehabt.

Touri Tipp: Berlin Welcome Card

Ein Tipp, den ich nur zufällig durch Fragen mitbekommen habe. Es gibt eine Berlin Welcome Card, die dir vergünstigte Eintritte in Museen und Attraktionen in Berlin und Potsdam ermöglicht. Die Karte kannst du ab einem Tag bis zu mehreren Tagen kaufen. Ausserdem sind alle öffentlichen Verkehrsmittel (Bus, Tram, U-Bahn) inkludiert und sogar die An- und Abreise zu den Flughäfen (ausser BER). *g”
Damit sparst du bares Geld und es ist vor allem sehr viel einfacher. Die Karte kannst du direkt bei der Bahn erwerben und in verschiedenen Kiosks um den Alexanderplatz rum.

Unter anderem haben wir die Berlin Card dafür genutzt, mit der Ringbahn gefühlte 20 mal um Berlin rumzufahren. So hatten wir in kurzer Zeit ziemlich viel von der Stadt gesehen.

Fazit

Wir hatten wieder einen fantastischen Berlinaufenthalt inkl. Shopping auf dem Ku-Damm. Danke an Etja und Yeji, die sich super um uns gekümmert haben. Wir hatten damit die besten Tourguides an unserer Seite 🙂 Positiv aufgefallen ist uns die Freundlichkeit der Menschen in Berlin. Da die Menschen dort grundsätzlich eher offen sind, sind wir dort mit einigen schnell ins Gespräch gekommen. Uns wurde gerne geholfen und die Leute sind in der U-Bahn sogar für uns aufgestanden.

Dank der vielen Klima-Demos in Berlin, hatten wir die Möglichkeit uns an manchen Orten gemütlich umzusehen und der Städtetrip wurde zu einem kurzweiligen und teilweise sehr spannenden Erlebnis.