Switzerland Sightseeing Teil 3 – Frutigen, Solothurn und Biel

Im dritten Teil meiner Switzerland Sightseeing Reihe wird es tropisch und animalisch =) Ursprünglich wollten wir aus der Kälte fliehen und uns in den Tropen so richtig schön aufwärmen. Keiner konnte wissen, dass es diese Woche gut 30° C heiss wird, und das im April!

Frutigen, Tropenhaus

Da uns die Tropen für einen Kurztrip doch etwas zu weit waren, machten wir uns auf nach Frutigen, ins schöne Berner Oberland. Dort befindet sich nämlich das Tropenhaus. Hier gibt es eine interaktiven Erlebnisausstellung, eine integrierte Fischzucht und einen Tropengarten. Das natürlich warme Wasser, das aus dem Lötschberg fliesst, nutzt man hier um tropische Pflanzen wie Papaya und Avocado, aber auch um Störe zu züchten und damit produziert man im Tropenhaus ein echtes Luxuslebensmittel, den Stör-Kaviar. Wir haben uns natürlich entsprechend eingedeckt hier 😉

Ein absolutes Highlight ist ein Essen im Restaurant, das sich inmitten des Tropenhauses befindet. Hier werden köstliche, tropisch angehauchte Speisen unter Palmen serviert. Da kommt echtes Urlaubsfeeling auf. Sicher ist es noch zu steigern, wenn draussen Schnee liegt und man wirklich vor der Kälte fliehen kann.

Wir haben ca. 4 Stunden im Tropenhaus verbracht. Diese Zeit sollte man einplanen, damit man auch alles in Ruhe anschauen kann.

Tierpark Bern und Thunersee

Wir übernachteten in Kandergrund, einer gemütlichen kleinen Gemeinde, ca. 45 Minuten von Bern entfernt. Dorthin machen wir uns auch am heutigen Tag auf. Der Tierpark Bern ist das Ziel. Dieser liegt mehr oder weniger inmitten der Stadt und beherbergt zootypische Tierarten 🙂 Da wir an einem Freitag und ausserhalb der Ferienzeit dort sind, haben wir viele Anlagen dort für uns alleine und können die Ruhe geniessen. Da der Tierpark gut bewaldet ist, macht uns die Wärme nicht viel aus. Es gibt viele Schattenplätze dort, die auch zu einem Picknick einladen.

Da wir nichts für ein Picknick dabei hatten, entschieden wir uns für das Restaurant, das allerdings ausserhalb des Tierparks gelegen ist. Dort trafen wir die unfreundlichste Bedienung der Welt und liessen uns mit fettigen Pommes und Standardkantinenfutter abspeisen. Anyway, satt wurden wir, wenn auch kulinarisch weit entfernt von der schweizer Standardküche. Aber dazu später mehr.

Aus unseren Fehlern gelernt, fahren wir gleich nach dem Zoo in einen Supermarkt und decken uns mit frischen Früchten und etwas Brot ein. Auf geht’s zum Thunersee, genauer gesagt nach Gwatt in den Bonstettenpark. Dort gibt es viele schöne und schattige Grillplätze und ganz viel Grün zum Verweilen. Der Park liegt direkt am See und auch Schwimmen ist an diesen Stellen möglich. Wir blieben aber trocken =) und machten unser gesundes Picknick mit Trauben, Brombeeren und Erdbeeren. Yum yum…genau das Richtige nach dem Freizeitparkessen aus dem Zoo.

Den Abend liessen wir am See ausklingen und fuhren wieder heim nach Kandergrund. Dort fielen wir totmüde gegen 21 Uhr ins Bett. Noch ein kurzer Blick auf die Berge und schon erschienen uns die romantischen Sterne des Berner Oberlandes.

Solothurn

Am Tag 3 unseres Kurztrips und der Switzerland Sightseeing Reihe checken wir in Kandergrund aus und machen uns auf den Weg nach Solothurn. Die Stadt hat 17’000 Einwohner und ist damit ca. halb so gross wie Chur, aber mindestens genauso schön. Sie liegt auf 430 m.ü.M. und wird durch die Aare in nördlichen und südlichen Stadtteil getrennt. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt…bla bla bla die Details könnt ihr gerne auf Wikipedia nachlesen 🙂 Wir jedenfalls wollen uns einen schönen Vormittag in der Stadt machen und haben Glück. Es ist Wochenmarkt! Aus der Gemütlichkeit wird zwar erstmal nichts, dafür bekommt man eine riesen Auswahl an frischen Lebensmitteln von Bauern aus der Region. Wir lernen die ein oder andere Köstlichkeit kennen, z.B. Miesmuscheln mit Pommes Frites LOL

Hier wäre sie wieder…die nicht so typische schweizer Cuisine. Wir lehnen das Angebot dankend ab und entscheiden uns für ein zweites Frühstück in einer guten Bäckerei, die ganz zentral mitten in der Altstadt liegt. Dort lässt sich das Treiben gemütlich von aussen beobachten. Nach einem leckeren und frischen O-Saft, machen wir uns auf zum Shoppen. Ich decke mich mit neuen Hemden ein, da gerade Sale ist in der Stadt. Uns fällt auf, dass seit einiger Zeit in der Schweiz immer Sale ist 🙂 Praktisch!

Einen Abstecher machen wir noch zur Vitaminstation. Dort gibt es neben leckeren hausgemachten Eissorten auch frisch gepresste Säfte und Smoothies. Endlich einen richtigen Energiekick für den Tag (#powerfortheday). Gurken- und Grapefruitsaft vermischt mit Mango und Papaya, yummy.

Next Stop –> Omega Museum in Biel.

Omega Museum in Biel/Bienne

Ein echtes Highlight für Uhrenfreaks. Wer mich kennt weiss, dass ich gerne mal ab und zu eine gute schweizer Uhr trage. Daher machen wir uns auf nach Biel, dem Uhrenmekka der Schweiz. Das Uhrenmuseum liegt etwas ausserhalb der Stadt, direkt am neuen Standort der Omega SA Werke in Biel. Einmal kurz klingeln und man lässt uns in den ersten Stock, wo sich das Museum befindet. Wir bekommen einen Audioguide und starten in Raum 1. Die Reise in die Vergangenheit ist sehr interessant. Wer das Museum besucht, sollte sich unbedingt den Audioguide anhören. Es gibt sehr viele gute Hintergrundinformationen, nicht nur über Omega, sondern generell über die Uhrenindustrie in der Schweiz.

Viele Exponate aus dem 19. Jahrhundert sowie die ersten Armbanduhren sind ausgestellt. Dazu ca. 150 Uhrwerke, sogenannte Kaliber von Omega. Aber nicht nur Technikfans kommen auf ihre Kosten. Es sind darüberhinaus auch viele aktuelle Modelle ausgestellt, die auch Frauenherzen höher schlagen lassen. Auch Filmfans kommen nicht zu kurz. Es sind die Originalmodelle ausgestellt, die beispielsweise von James Bond oder von Tom Cruise getragen wurden. Alles in allem lohnt sich die Reise nach Biel.

Wir machen uns anschliessend wieder auf den Heimweg und blicken auf drei super Urlaubstage in der Schweiz zurück.